Es gibt ein Lächeln das in der Verzweiflung wohnt
denn wenn du zu schwarz siehst, dann lohnt
dir manchmal Drosselgesang deine Not
- nach deiner verwundeten Liebe lechzt Gott wie nach Brot
Unglück Un-Unglück ist das Glück abhanden
gibt´s das Lächeln das sich sogar auf Friedhöfen verbirgt
es lebt wer seligen Angedenkens stirbt
auch wenn du ihn nicht siehst er kommt zurück
setzt sich an den Tisch liest knipst die Lampe an
manchmal in Hausschuhn um uns nicht zu wecken
nur der Tod bringt die Menschen den Menschen näher:
nichts Ungwöhnliches so ist es genau
vom Himmel herab sehnt man sich stets heimlich
und wenn den Kaninchen Gänsedisteln pflückte vor dem Tau
die Tante mit dem Bargeld bei sich behielte
das Lächeln betet ganz einfach manchmal-mein Gott ohne
Liebe bleibt es nicht, auch wenn sie verschwindet
die sich lieben die leiden auch wenn sie sich verbinden
das Lächeln kann auch lächeln mit Zitrone
du klagst die Welt sei wie ein ungenießbarer Pilz zuwider,
es huscht doch immer ein unsichtbares Lächeln darüber
<Ks. Jan Twardowski /übertragen von Karl Dedecius >

